Justizvollzugsanstalt Siegburg:  Arbeit und Ausbildung

 

Arbeit und Ausbildung

Arbeits- und Ausbildungsangebote an den Inhaftierten
Arbeitstherapie Holz Gefangene bei der Arbeit in der Arbeitstherapie Holz.
Quelle: JVA Siegburg

Vom modernen Strafvollzug wird nicht nur erwartet, dass straffällig gewordene Mitbürger ihre Strafen verbüßen und sicher verwahrt werden.

Darüber hinaus sollen sie angeleitet werden, sich in das Leben in Freiheit wieder einzugliedern, ohne erneut straffällig zu werden. Ein wesentliche Eckpfeiler hierfür ist sinnvolle Beschäftigung in der Arbeits- und Freizeit der Haft. Grundsätzlich sind erwachsene Strafgefangene zur Arbeit verpflichtet. Dem Gefangenen wird möglichst unter Berücksichtigung seiner Fähigkeiten, Fertigkeiten und Neigungen eine wirtschaftlich sinnvolle Arbeit zugewiesen.

Beschäftigung finden die Gefangenen in den verschiedenen Versorgungsbereichen der Justizvollzugsanstalt Siegburg, wie beispielsweise Küche oder Kammer, aber auch in den Eigenbetrieben Schneiderei, Schlosserei und Schreinerei. Zusätzlich bietet die JVA Siegburg arbeits­therapeutische Maßnahmen in den Bereichen Holz, Ton und Printmedien sowie im Garten- und Landschaftsbau für Gefangene an, die zu regulärer Arbeit nicht oder noch nicht fähig sind.

In sogenannten Unternehmerbetrieben werden weitere Gefangene beschäftigt. Dort werden ausschließlich Arbeiten für Unternehmen aus der freien Wirtschaft ausgeführt. Diese haben aus wirtschaftlichen Gründen Teile ihrer Produktion oder Arbeiten in die Haftanstalt ausgelagert.

Trotz der Vielzahl der in diesen Bereichen vorhandenen Arbeitsplätze unterscheidet sich die Beschäftigungssituation der Gefangenen in der Justizvollzugsanstalt Siegburg nicht von der Arbeitssituation außerhalb des Vollzuges. Obwohl den freien Unternehmern günstige Konditionen geboten werden können, prägt auch hier ein hoher Arbeitslosenanteil unter den Gefangenen den Vollzugsalltag.


 

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