Justizvollzugsanstalt Siegburg:  Frei - Räume

 

Frei - Räume

Gefangene und Studierende schaffen gemeinsam Kunst
Zum Abschluss ein Gruppenbild. Alle Beteiligten an dem Projekt "Frei - Räume" haben sich zu
einem Gruppenbild vor der alten Pforte eingefunden.
Quelle: Jörg Gieseking


An der Gefängnisaußenmauer, auf der Zufahrt zur Justizvollzugsanstalt und innerhalb der JVA Siegburg werden 50 großformatige Banner gezeigt. 10 dieser Banner haben Studierende der Malerei-Klassen von Prof. Dr. Ulrika Eller-Rüter und Prof. Zbigniew Bajek mit Inhaftierten der JVA Siegburg in einer partizipatorischen Kunstaktion zum Thema "Frei-Räume" gestaltet.

Diese Arbeiten treten in Dialog mit Bannern, die 2014 als Statements von Künstler/innen der Kunstakademie und der Alanus Hochschule im Rahmen eines gemeinsamen Kunstprojektes zum Thema "Horizonte der Freiheit" im Krakauer Gefängnis Montelupich entstanden sind.

Zur Eröffnung am 19. September 2016 um 12:00 Uhr werden Grußworte halten: Thomas Kutschaty, Justizminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Przemyslaw Gembiak, Vizekonsul, Generalkonsulat der Republik Polen und Dirk Vianden, Kanzler der Alanus Hochschule in Bonn-Alfter. Eine Einführung zu dem partizipatorischen Kunstprojekt werden Prof. Dr. Ulrika Eller-Rüter, von der Alanus Hochschule und Prof. Zbigniew Bajek, von der Jan Matejko Kunstakademie Krakau, geben.


Workshop

 

Rund 35 Personen waren aktiv am Gelingen des Workshops beteiligt. Studierende der Alanus Hochuschule, der Jan Matejko Kunstakademie Krakau und Gefangene aus der JVA Siegburg mischten sich in drei Gruppen, die sich mit verschiedenen Themen beschäftigten. Sie erarbeiteten in Gruppenarbeit die künstlerischen Vorlagen für die zehn neuen Banner. Zum Konzept gehörte auch das gemeinsame Abendessen und die anschließende Präsentation der Arbeitsergebnisse aus den Gruppen.

Die Leitung des Workshops lag in den Händen von Frau  Prof. Dr. Ulrika Eller-Rüter und Herrn Prof. Zbigniew Bajek. Nach einer Kennenlernphase hatten alle Beteiligten viel Spaß an der gemeinsamen Arbeit. Sprachlich ging es munter durcheinander zwischen Polnisch, Deutsch, Russisch und Türkisch und wenn alles nichts half, wurde improvisiert. Die in der JVA aufgehängten Banner sorgten für viel Gesprächsstoff unter den Gefangenen. Insgesamt ist die partizipatorische Kunstaktion zum Thema "Frei-Räume" schon jetzt ein voller Erfolg.

 

 



 

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