Justizvollzugsanstalt Siegburg:  Fotograf und Widerständler

 

Fotograf und Widerständler

Erich Sander im Zuchthaus
NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln Das EL-DE-Haus am Appellhofplatz 23–25 war von 1935 bis 1945 Sitz der Kölner Gestapo. Sein Name wurde zum Inbegriff der NS-Schreckensherrschaft in Köln, aber auch für den Umgang und die spätere Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte der Stadt nach 1945.
Quelle: NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Unter dem Titel

August Sanders unbeugsamer Sohn.

Erich Sander als Häftling und Gefängnisfotograf im Zuchthaus Siegburg 1935–1944

beginnt im Oktober 2015 im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln eine Ausstellung.

Erich Sander (1903–1944) war der Sohn des weltweit bekannten Fotografen August Sander. Vom 27. September 1935 bis zum 22. März 1944, einen Tag vor seinem Tod, saß Erich Sander als Häftling in der Strafanstalt in Siegburg ein. Er war am 31. Mai 1935 durch das Oberlandesgericht in Hamm zu einer zehnjährigen Zuchthausstrafe wegen Vorbereitung zum Hochverrat verurteilt worden, weil er als Mitglied der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands Widerstand gegen das Nazionalsozialistische Regime geleistet hatte.

In der Ausstellung werden Biografie Erich Sanders und die ihn prägenden Menschen und Umstände sowie die Geschichte der Strafanstalt Siegburg ausführlich präsentiert. Die in der Haftzeit entstandenen Fotografien von Erich Sander dokumentieren unter anderem die damaligen Zustände in der Haftanstalt. Ziel der Ausstellung im EL-DE–Haus ist es einen Beitrag zur Vermittlung der Aktivitäten des Kölner Widerstands als auch zur Sozialgeschichte der Verfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus zu leisten.

Ausstellungszeitraum:

23. Oktober 2015   bis
31. Januar 2016

Ausstellungsort:

EL-DE–Haus
Appellhofplatz 23–25
50667 Köln


 

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